Publikationen



Publikationen
Anatomie der Angst

(2010, Klett-Cotta Verlag)

Angst ist ein fester Bestandteil des Menschseins. Uns allen ist sie gemeinsam: eine Ur-Angst. Nur durch Rückbesinnung kann es uns gelingen, mit ihr umzugehen und sie als Teil unseres Lebens zu akzeptieren. »Ängste besiegen«, »Endlich frei von Angst und Panik« - so oder so ähnlich lauten die Heilsversprechungen einer wahren Flut von Ratgebern. Dabei ist es nicht nur ethisch bedenklich, sondern auch nicht ungefährlich, wenn sogar Fachleute die Angst zum besiegbaren Symptom erklären.

Publikationen
Psychotherapie der Angst.
Theoretische Modelle und Behandlungskonzepte (Hrsg.)

(2014, Psychosozial-Verlag)

Angst als menschliches Grundgefühl kommt in zahlreichen Formen zum Ausdruck. Für die Entstehung pathologischer Angst spielen frühe Verlassenheitserfahrungen, offene und unterschwellige Traumatisierungen, aber auch soziokulturelle Aspekte eine zentrale Rolle. In extremen Fällen wird die nicht gespürte, »defizitäre« Angst oft als Aggression ausgedrückt. Ziel einer Psychotherapie ist es, sie in eine »gesunde« Angst zu transformieren, die zu mehr Kontaktfähigkeit und letztlich zu mehr innerer Freiheit führen kann. Die Autorinnen und Autoren der Beiträge beleuchten verschiedene Aspekte der einzel- und gruppentherapeutischen Behandlung der Angst, wie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, mit Träumen oder mit dem Körper in der Tanztherapie. Mit Beiträgen von Ursula Brück, Egon Fabian, Marie Therese Kaufmann, Gertraud Reitz, Renate Splete, Astrid Thome, Bettina Weber, Ulrike Winkelmann und Anita Witte

Publikationen
Die Angst. Geschichte, Psychodynamik, Therapie.

(2013, Waxmann Verlag)
In unserer Zeit, einer Zeit der rapiden und in ihren Auswirkungen größtenteils unberechenbaren technischen, ökologischen und sozialen Veränderungen, spielt die existenzielle Angst eine große Rolle. Der Autor betont, dass „gesunde“ Angst ein wesentlicher Teil des Menschseins ist; sie hilft, eigene Entwicklung, geistige Tiefe und Beziehungen zu Anderen zu erlangen. Krankhafte Angst kann auf die existenzielle „Ur-Angst“ des Kleinkindes zurückgeführt werden. Sie entsteht in einer Umgebung, die die Angst des Kindes nicht wahrnimmt oder sogar unterdrückt. Die individuelle Qualität der Angst eines Menschen hängt wesentlich von der eigenen Biographie ab: Angst – in all ihren Manifestations-, und Abwehrformen – hat immer ihre eigene Geschichte. Soziokulturelle Einflüsse werden durch die Dynamik der Familie „gefiltert“. Auch das „Zu-Wenig“ an Angst, die defizitäre Angst, und ihr „Kippen“ in Aggression, werden thematisiert. Nach der Beschreibung der Symptomatologie geht der Autor detailliert auf die verschiedenen Formen der Therapie der Angst ein.

Publikationen
Selbstfindung und Sozialisation. Psychotherapeutische Überlegungen zur Identität

(Hrsg. Mit M. Ammon) (2014, Psychosozial-Verlag) Selbstfindung und Identitätsentwicklung sind in der heutigen Zeit erschwert: Der Wegfall religiöser Vorstellungen und tradierter Werte stellt besonders die Jugend vor große Herausforderungen. Bereits in der Kindheit können schwache Bindung, Traumata und andere pathogene Faktoren zu psychischen Krankheiten und Identitätsstörungen führen. Die Autorinnen und Autoren nähern sich dem Konzept der Identität im Zusammenhang mit Bindungsstörungen, Selbstfindung und Sozialisation. Zudem werden die interpersonelle und soziokulturelle Dimension und damit auch Aspekte wie Heimat, Migration und Entwurzelung behandelt. Das Buch zeigt die Relevanz der dynamischen und gruppenbezogenen Auffassung von Identität für den therapeutischen Prozess auf. Mit Beiträgen von Maria Ammon, Raymond Battegay, Gabriele von Bülow, Ilse Burbiel, Egon Fabian, Klaus Grossmann, Wielant Machleidt und Volker Tschuschke

Publikationen
Humor und seine Bedeutung für die Psychotherapie

(2015, Psychosozial-Verlag)
Humor und Witz können in der Psychotherapie wertvolle Wege öffnen – insbesondere bei misstrauischen, ängstlichen, psychosomatischen und traumatisierten Patientinnen und Patienten. Gemeinsames Lachen schafft Kontakt jenseits von Sprache, und oft kann der vorsichtige Umgang mit Humor und Witz die Therapie durch neue Impulse aus der Stagnation befreien. Humor schafft Abstand zur eigenen Pathologie und zur eigenen Person mit ihren Schwächen und Eigentümlichkeiten. Der Autor grenzt die unterschiedlichen Arten von Humor und Witz gegeneinander ab und untersucht ihren jeweils spezifischen therapeutischen Nutzen besonders für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit frühen Störungen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Ironie und Selbstironie in der Psychotherapie, dem Humor in der Borderline-Therapie sowie dem Sinn für Humor als wichtige Ressource und Grundlage von Weisheit. Ein Kapitel ist dem jüdischen Witz gewidmet. Anhand von Witzen und Fallbeispielen erläutert der Autor, dass Humor in kompetenten Händen ein wertvolles Instrument zur Verbesserung des Therapieerfolgs darstellt.

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Die Haben-Seite der Psyche. Psychodynamische Arbeit mit Ressourcen

(2015, Schattauer-Verlag)
In der Tradition des „medizinischen Modells“ wird in der Psychotherapie oft ausschließlich an der Pathologie der Patienten gearbeitet. Egon Fabian zeigt einen anderen Weg auf: Er lenkt den Blick auf die Ressourcen des Patienten. Diese versteht er aber nicht als isolierte, einfach vorhandene Schutzfaktoren gegen Krankheit und Stress, sondern als in der frühen Entwicklung interpersonell entstandene Persönlichkeitsanteile, die von der Krankheit oft maskiert werden. Demzufolge gilt es diese im Rahmen der Therapie freizulegen und in die Gesamtpersönlichkeit zu integrieren. Das gilt besonders für die Borderline-Therapie, ist aber auch bei allen anderen psychischen Störungen hilfreich und wichtig. Auf der Basis eines tiefenpsychologisch begründeten Konzepts stellt Egon Fabian die „flexibel fokussierte“ Gegenübertragung auf gesunde und kreative Persönlichkeitsaspekte als wichtigstes therapeutisches Instrument für eine positive Beziehungserfahrung des Patienten heraus und belegt dies an Beispielen. Er stellt die breiten Einsatzmöglichkeiten einer ressourcenorientierten Vorgehensweise in verschiedenen therapeutischen Settings und Therapieformen dar, thematisiert jedoch auch die Gefahren und Risiken bei der Arbeit mit patienteneigenen Ressourcen und Resilienzfaktoren. „Psychodynamische Arbeit mit Ressourcen in der Psychotherapie“ – ein Gewinn nicht nur für Psychotherapeuten!


Quelle der Buchcover und -texte sind die jeweils aufgelisteten Verlage.